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Fotini Ladaki
Lacan und sein Figaro
Der Text versteht sich als schillernde Metapher, die sich an Lacans Figaro entzündet und eine Vielzahl von Signifikanten aufwirbelt, die der fundamentalen Wahrheit des menschlichen Seins unterliegen.
Laut dem Volksmund braucht „Holz und Haar sieben Jahre“, um zu verwesen. Gabriel Garcia Márquez beschreibt in seinem Buch Über die Liebe und andere Dämonen den seltenen Fund eines Mädchens, deren Haar auch zweihundert Jahre nach ihrem Tod weiter wuchs. Lacan meint in der Ethik der Psychoanalyse, „wo immer sich ein ungeordneter Haufen von Abfällen findet, gibt es Mensch“. Diese Beispiele zeugen von der Unverwüstlichkeit des Irdischen. Das Schicksal des Menschen auf dieser Welt ist nicht der Tod oder die Rückkehr in das unversehrte Sein, sondern vielmehr seine Unmöglichkeit, jemals wieder zu reinem „Nichts“ zu transformieren. Vielleicht sprechen dafür auch die kostbaren Reliquienschreine mit Schädeln, Knochen, Haaren oder Fingernägeln von Heiligen und Märtyrern. Hierbei wird das genichtete Subjekt als Abfall und Rest zu einem Sakrileg erhoben, damit die imaginäre Bastion des Subjekts weiterleben kann.
Fotini Ladaki, geboren 1952 in Griechenland, ist Psychoanalytikerin und freie Autorin.

Mots-clés pour ce titre
Lacan, Jacques | Sein | Sterblichkeit

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Paru en 2009, tir. 1
ISBN 9783851659016
208 x 128 mm
112 pages
Prix 13,30 EUR
statut: disponible

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