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Marta Kos
Frauenschicksale in Konzentrationslagern
Préface de Josef Shaked

Série Passagen Zeitgeschehen

Drei Jahre musste die Jüdin Marta Kos in den Konzentrationslagern von Theresienstadt und Auschwitz verbringen. Diese Erfahrung verarbeitete sie in einer 1948 an der Prager Karlsuniversität eingereichten Dissertation. Sowohl das Thema als auch die Art der Analyse – einerseits oral history, andererseits theoretische Aufarbeitung – sind auf das engste mit ihrer eigenen tragischen Erfahrung verbunden.
Die historische Bedeutung dieser Arbeit liegt zum einen in dem Versuch, Furcht und Angst mit den in der unmittelbaren Nachkriegszeit verfügbaren wissenschaftlichen Mitteln zu deuten. Zugleich ist das Buch ein frühes und seltenes Unterfangen, die spezifischen Lebensbedingungen internierter Frauen darzustellen. Persönlichkeitsanalysen weiblicher Häftlinge, die das Leben im Lager sowie die Zeit davor und danach umfassen, verschmelzen mit dem theoretischen Ansatz der Psychologie. Die Verknüpfung von persönlichem wie kollektiven Schicksal und deren psychologischer Analyse ist auch als Bewältungsversuch zu verstehen und verleiht dem Werk zudem eine ergreifende Aktualität.
Marta Kos-Robés, geboren 1919 in Slany, gestorben 1989 in Wien, war klinische Psychologin, Kindertherapeutin und Lehranalytikerin des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie.

Mots-clés pour ce titre
Holocaust | Konzentrationslager | Zeitzeugen | Nationalsozialismus | Kommunismus | Frauen | Frau

 

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Paru en 1998, tir. 1
ISBN 9783851653182
128 x 208 mm
224 pages
Prix 25,70 EUR
statut: disponible

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