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Rudolf Heinz
Somnium novum
Zur Kritik der psychoanalytischen Traumtheorie Vol. I
Eines ist in den Traditionen der psychoanalytischen Trauminterpretation verlorengegangen: indem diese ausschließlich auf den Gehalt des Traums als einer Botschaft des Unbewussten des träumenden Subjekts abhob, blieb der Sinn für die Art und Weise, wie der Traum selbst operiert, der Sinn für die „Traumarbeit“ mit ihren Elementen „Rücksicht auf Darstellbarkeit“, „Verschiebung“ und „Verdichtung“ auf der Strecke. Hier setzen die Neuerungsbemühungen von 'Somnium Novum' an: sie rücken die Vorgehensweise des Traums selbst, die besagte Traumarbeit, in den Vordergrund. Diese Wendung wäre aber bloß ein bestimmter, noch konventioneller Akzent und keine Innovation, wenn nicht an der Traumarbeit einem entscheidenden Sachverhalt stattgegeben würde: dem Umstand nämlich, dass der Traumgehalt nichts anderes darstellt als die Gesetzmäßigkeiten des Traumprozesses, der Traumarbeit als solcher. In dieser Sicht wird der Traum zu einem beispielhaften Phänomen von Selbstreferentialität: der autosymbolischen Verschränkung des Traumgehalts mit seiner Ablaufform: Traum, der sich immer nur selbst träumt.
Rudolf Heinz, geboren 1937, ist Professor für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und als dissidenter Psychoanalytiker psychiatrisch tätig.

Mots-clés pour ce titre
Psychoanalyse | Traumtheorie | Traumdeutung | das Unbewusste

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Paru en 1994, tir. 1
ISBN 9783851650990
208 x 128 mm
144 pages
Prix 15,40 EUR
statut: disponible

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