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Jacques Derrida
Der Meineid, vielleicht
(„jähe syntaktische Sprünge“)
Traduit par Esther von der Osten

Série Passagen forum
Série editée par Peter Engelmann

Kann man einen Meineid aus Zerstreuung begehen? Nicht mit der Absicht, das Gesetz zu übertreten, sondern einfach, weil man „nicht daran denkt“? Der Meineid, vielleicht, 2002 verfasst, fragt nach dem Verhältnis von Lüge und Fiktion. Was geschieht, wenn die Grenze von Geschichtenerzählen und Lügen undeutlich wird?

Ausgehend von der Lektüre des Romans Der Meineid des Übersetzers und Schriftstellers Henri Thomas untersucht Jacques Derrida die komplexe Figur des Meineids. Dabei schließt er an seine früheren Arbeiten über Vergebung, Versprechen, Lüge, Zeugenschaft und deren Verhältnis zur literarischen Fiktion an. Die Stilfigur des Anakoluths – des abrupten Abbruchs der Rede –, die Thomas’ Text prägt, erlaubt es Derrida, nach den Figuren des „vielleicht“ und des „als ob“ zu fragen, die die literarische Fiktion heimsuchen. Wie steht es um das Geheimnis der Literatur, um ihre Verantwortung und die des Erzählenden, wenn die Grenze zwischen Lüge und Fiktion, zwischen Geschichtenerzählen und Lügen undeutlich wird?
Jacques Derrida (1930-2004) lehrte Philosophie in Paris und den USA.

Mots-clés pour ce titre
Philosophie | Literatur | Fiktion | Wahrheit

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Paru en 2020, tir. 1
ISBN 9783709204030
208 x 122 mm
96 pages
Prix 13,30 EUR
statut: disponible

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