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François Jullien
Der Weg zum Anderen
Alterität im Zeitalter der Globalisierung
Edited by Peter Engelmann
Translated by Christian Leitner

Series Passagen forum

Wie kann man sich einen Weg zum Anderen eröffnen? François Jullien stellt hier zwei vermittelnde Begriffe vor: Abstand und Dazwischen. Im Gegensatz zum Unterschied, der fest im Schlepptau der Identität hängt, ist der Abstand fruchtbar, da er erkundungsfreudig und abenteuerlustig ist; da er in ein Spannungsverhältnis setzt, was er trennt.

Einen "Abstand" zu eröffnen heißt, ein "Dazwischen" zu erschaffen; ein "Dazwischen" zu erschaffen ist Voraussetzung für die Förderung des "Anderen". In diesem Dazwischen nämlich, in welchem unser Gedanke vom Sein nie gedacht worden ist, intensiviert sich die Beziehung zum Anderen, der somit vor einer Assimilierung bewahrt bleibt. Nicht also, wie man meinen könnte, vom Ähnlichen ausgehend, sondern indem man Abstände wirken lässt und so ein Dazwischen nutzbar macht, lässt sich eine Alterität entfalten, die Gemeinsames hervorbringt. Dies ist der Preis des wirklichen Gemeinsamen. Daran sollte man sich heute erinnern, da im Zeitalter der Globalisierung allerorten die
Gefahr der Assimilierung droht.
François Jullien, geboren 1951, lehrte an zahlreichen namhaften Universitäten weltweit. Er wurde 2010 mit dem „Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken“ ausgezeichnet.

Keywords for this title
Alterität | Globalisierung | Identität | Gemeinschaft

Other titles by François Jullien, Peter Engelmann, Christian Leitner

Reviews
Polylog, Arne Klawitter (Nr. 32 / Winter 2014)

 

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Published in 2014, ed. 1
ISBN 9783709201176
208 x 122 mm
88 pages
Price 11.30 EUR
status: available

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