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GEISTESGESCHICHTE Denker des Dialogs [«]

Jüdische Allgemeine, Willi Goetschel (10. April 2014)

Am 11. April wäre der Philosoph Hermann Levin Goldschmidt 100 Jahre alt geworden.

"VERMÄCHTNIS Im Zusammenhang seiner frühen Arbeiten der 40er-Jahre zum dialogischen Denken, das Goldschmidt im Anschluss an Cohen, Rosenzweig und Buber zur Dialogik als eine kritische Philosophie entwickelte, die gegen die repressive Tendenz von Hegels Dialektik den offenen Zug des Denkens vertrat, entstand 'Das Vermächtnis des deutschen Judentums'. 1957 erschienen, wuchs das Buch in den folgenden Auflagen zu einem umfangreichen Band an, der die besondere Bedeutung des deutschen und europäischen Judentums darin aufwies, dass die deutsch-jüdische Erfahrung als Modell dialogisch sich gegenseitig befruchtender Praxis den kulturell innovativen Schub ermöglichte, der allerdings nach 1945 dann wieder in so prekärer Weise in Vergessenheit geriet. Das über seine historische Bedeutung hinausweisende Vermächtnis des deutschen Judentums sah Goldschmidt vor allem auch in der zukunftsweisenden Vorreiterrolle der Dialogik als eines geschichtlich bezeugten schöpferischen Miteinanders."

Lesen Sie den gesamten Geschichte über Hermann Levin Goldschmidt hier nach.