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Im Museum der Enttäuschungen [«]

Stuttgarter Nachrichten, Thomas Morawitzky (Kreisausgabe vom 15. August 2014)

"'Die Rolle des Museums', sagte er jüngst in der Buchhandlung Walther König in Stuttgart, 'könnte es sein, als profanes Auge Gottes alle Enttäuschungen über die Kunst einzusammeln' - im Museum würde der Mensch sich dann seines Ringens mit den Bedingungen seiner Existenz bewusst. Bis zu diesem Punkt ist Philipp Kleinmichel einen weiten Weg gegangen. Bei Schiller setzt er den Beginn der Avantgarde, über Schelling, Hegel und Wagner verfolgt er ihn bis hin zu Nietzsche - aus dem idealistischen Programm zur Besserung des Menschen und der Ästhetisierung des Lebens wird zuletzt die fatalistisch elitäre Haltung eines Willens zur Macht.

[...]

Felix Ensslin vergleicht Kleinmichels 'Genealogie der politischen Ästhetik' mit einem Roman, dessen Hauptfigur die Avantgarde wäre. Tatsächlich kommt das Originelle seines Ansatzes immer dann zutage, wenn er überraschende Brücken über die Zeiten schlägt. Wenn er von Kants Coolness spricht, Wagners ästhetische  Ekstasetechniken mit der Technokultur verbindet, Schillers Programm mit dem Alltagsleben im 21. Jahrhundert. In diesen Momenten praktiziert Kleinmichel, worüber er schreibt, aktualisiert, was er entdeckt."